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Dienstjubiläum

Seit drei Jahrzehnten im Einsatz für Sprendlinger Kinder

Evangelisches Dekanat Wöllstein/Brigitte SpechtWissen zum Anfassen: Ein hölzerner Zug, dessen Waggons beladen sind mit Lebensmitteln, vermittelt den Kindern ganz anschaulich die Grundzüge gesunder Ernährung.

Sabine Oswald blickt zurück auf ereignisreiche 30 Jahre und voraus auf die Herausforderungen der Zukunft

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Drei grüne und einen gelben Waggon hat der hölzerne Zug schon, der auf der Brüstung vor dem Essensbereich der evangelischen Kita in Sprendlingen steht. Beladen mit Getränken, mit Obst und Gemüse sowie mit Brot, Nudeln und Reis signalisieren die drei grünen Wagen freie Fahrt für gesundes Genießen nach Herzenslust.

Süßes kommt in den roten Wagen

Mit der Fracht des gelben Wagens - Butter, Käse und anderen Milch-produkten - sollte man vorsichtiger sein. In den nächsten Tagen bekommt der Zug noch einen vierten, roten Waggon, kündigt Kita-Leiterin Sabine Oswald an. „Gefüllt mit Lebensmitteln, die seltener gegessen werden sollten – wie Süßigkeiten.“ Dann müssten die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Sprendlingen wissen, was warum wie oft auf den Speiseplan stehen soll.

Ein Projekt, das typisch ist für den Erziehungsstil, den Oswald mit ihrem 18-köpfigen Team in der Einrich-tung in der Kreuznacher Straße praktiziert. „Gut gelebter Alltag“, nennt die 54-Jährige das, was die 105 Kinder zwischen null und zehn Jahren täglich zwischen 7.15 und 16.30 Uhr im Kindergartenbereich sowie in der Krippen- und der Hortgruppe erfahren sollen.

1989 nach Sprendlngen gezogen

Weil es ihr „schon immer Freude gemacht hat, mit Kindern zusammen zu sein“, ergriff die heute 54-Jährige aus Flonheim den Beruf der Erzieherin. Sie absolvierte die Ausbildung in Bad Kreuznach, arbeitete ein paar Jahren im Kindergarten in Flomborn. Als Oswald 1989 „der Liebe wegen“ nach Sprendlingen zog, fing sie im gleichen Jahr ihren Dienst in der dortigen Kita an.

Mittlerweile ist sie seit genau drei Jahrzehnten in dieser Einrichtung tätig, die jüngsten 18 Jahre als Lei-terin. Deshalb hatte bereits im Rahmen des diesjährigen Erntedank-Gottesdienstes die Dekanin des De-kanats Wöllstein und Pfarrerin der Sprendlinger Michaelisgemeinde Monika Reubold ihren ausdrückli-chen Dank für drei Jahrzehnte hervorragender Zusammenarbeit formuliert.

Bauliche Erweiterungen

Der Arbeitsalltag in der Kita indes hat sich in all den Jahren enorm gewandelt, berichtet Oswald. Ganz abgesehen von zahlreichen baulichen Erweiterungen wie der Neugestaltung des Außengeländes, dem Anbau des Krippenraumes, dem Umbau einer Wohnung für die Hortgruppe sowie der Komplettsanierung von Küche und Waschraum, und auch abgesehen davon, dass die Zahl der betreuten Kinder von 75 auf 105 und ihr Alter auf die Spanne zwischen 0 und zehn Jahren angewachsen ist: Immer mehr sei in der Kita die Vermittlung ganz alltäglicher Dinge gefordert, sagt Oswald.

Neben dem guten Kontakt zu den Kindern sei dabei auch die Zusammenarbeit mit den ihrerseits beruflich immer stärker geforderten Eltern sehr wichtig.

Wertschätung und Achtung

Bei allen neuen Anforderungen müsse der Umgang in der Kita stets geprägt bleiben von gegenseitiger Wertschätzung und Achtung, findet Oswald. Schließlich habe das Kita-Team für die Kinder eine Vorbild-Funktion. Die nächste große Herausforderung indes steht bereits vor der Tür: das neue rheinland-pfälzischen Kita-Gesetz, wodurch etwa allen Kindern ein Mittagessen angeboten werden soll.

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