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Jubiläum

Ort der Begegnung und Wertschätzung seit fünf Jahrzehnten

Evangelisches Dekanat Wöllstein/Brigitte SpechtDer Grundstein links neben der Eingangstür weist auf Jahr 1969 hin.

Kirchengemeinde in Frei-Laubersheim begeht 50-jähriges Jubiläum der Grundsteinlegung der evangelischen Kirche mit Festgottesdienst und Empfang

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„Möge dieses Haus auch zukünftig ein Ort sein, in dem sich Menschen unterschied-licher Konfessionen, Religionen und Kulturen begegnen können.“ Mit diesem Wunsch beschloss Udo Machemer vom Ortsauschuss seine Ansprache zum 50-jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung der evangelischen Kirche in Frei-Laubersheim. Trotz hoher Temperaturen waren zahlreiche Besucher gekommen, um diesen runden Geburtstag des Gotteshauses mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang zu würdigen.

Fast 280 Jahre lang Simultaneum

Nach fast 280 Jahren, in denen die katholische und die evangelische Gemeinde die heutige katholische Kirche als Simultaneum gemeinsam genutzt hatten, mussten sich die Konfessionen in den 1960er-Jahren über das Eigentum des bis dahin von der bürgerlichen Gemeinde unterhaltenen Gotteshauses einigen, berichtete Machemer.

Weil die Kirchenleitung in Darmstadt der evangelischen Gemeinde die Errichtung eines Gemeindezentrums mit Kirche, Kindergarten, Jugendraum und Gemeindesaal versprochen hatte, stimmte der Kirchenvorstand der Auflösung des Simultaneums 1966 zu – um damit „Frieden und die gegenseitige Achtung und Wertschätzung zwischen den beiden Kirchengemeinden zu sichern, zu bewah-ren und zu vertiefen“, wie es im Aufhebungsvertrag heißt.

Grundstein von 1969 im Mauerwerk

Die bisherige Simultankirche wurde von der katholischen Gemeinde übernommen, für die evangelische Gemeinde ein – wenn auch abgespeckter - Neubau – errichtet. Seit 1. Juni 1969 erinnert im Mauerwerk der Kirche, links neben der Eingangstür, der Grundstein mit seiner Inschrift „1969“ jeden Besucher der Kirche an jenen denkwürdigen Tag.

1982 fielen der Dachstuhl, die Orgel und die gesamte Inneneinrich-tung einem Feuer zum Opfer.  Zwar war der Großteil der Schäden nach weniger als einem Jahr behoben, doch sollten bis zur Einweihung der neuen Orgel weitere drei Jahre vergehen. 2012 schließlich wurden Decke und Wände gestrichen, neue Fenster eingebaut und neue Pflastersteine verlegt.

Biblische Geschichte von Zachäus

So erstrahlt das Frei-Laubersheimer Gotteshaus heute auch im Alter von 50 Jahren in recht frischem Glanz. „Die Kirche ist ein Schutzraum, ein Ort der Wertschätzung“, sagte Pfarrer Dr. Johannes Hund in seiner Predigt. Hier könne sich jeder angenommen fühlen, so seine Auslegung der biblischen Geschichte von dem verhassten Steuereintreiber Zachäus,  dem Jesus vorbehaltlos freundlich entgegentritt. Mit fetzigen Gesangbeiträgen wie „From a Distance“ trug der ganz in Schwarz und leuchtend grüne Schals gewandete Chor „Kantate“ zur musikalische Gestaltung des Gottesdienstes bei.

„In dieser Kirche wurde ich getraut, meine Kinder getauft und konfirmiert“, erinnerte sich in seinem Grußwort Gustav Kühnle. Ebenso wie Wilma Schumacher, Vorsitzende des Kirchenvorstands, Pfarrer Dieter Emig vom Dekanatssynodalvorstand des Evangelischen Dekanats Wöllstein und der katholische Pfarrer Harald Todisco überbrachte der Ortsbürgermeister seine Glückwünsche, bevor sich die Festgemeinde in und vor dem angrenzenden Gemeindehaus zu Kaffee und Kuchen sowie Sekt und Selters zusammenfand.

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