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Fachstelle Ökumene:<br /> Ein ökumenisches Tandem für das Dekanat

(c) Bentz und KalbhennÖkumene-Tandem

Worin unterscheiden sich die christlichen Konfessionen, aber vielmehr noch: welche Gemeinsamkeiten haben sie und wie können sie gemeinsam für die Sache Gottes wirken?

Dass es wichtig ist, auf diese Fragen immer wieder (neue) Antworten zu suchen, findet auch Hans Bentz (links im Bild), einer der beiden Fahrer des ökumenischen Tandems unseres Dekanates. Denn „in dem Maße, in dem Kirche heutzutage an Selbstverständlichkeit verliert, müssen wir gemeinsam weiterdenken und Gemeinsamkeiten stärken“, so Hans Bentz, der als katholischer Theologe bereits seit 2010 ehrenamtlich in der Leitung der Fachstelle tätig ist.
Seit Januar 2017 hat nun Pfarrer Eric Kalbhenn (im Bild rechts) die Nachfolge von Pfarrer Christoph Kiworr angetreten und den evangelischen Part auf dem Tandem übernommen. Beide Fachstelleninhaber verfügen über reichlich ökumenische Erfahrung und wollen diese gemeinsam für die Dekanatsgemeinden fruchtbar machen.
„Ökumene hat viele Dimensionen“, so Pfarrer Eric Kalbhenn. „Sicherlich verbinden die meisten in unseren Gemeinden mit diesem Wort das konkrete Miteinander zwischen evangelischer und katholischer Kirche vor Ort. Für andere aber ist es die Partnerschaft mit Kirchen in fernen Ländern oder ihr Engagement im Eine-Welt-Laden. Und wieder andere beziehen in den ökumenischen Dialog auch das Judentum und den Islam mit ein“, meint Kalbhenn, der bereits im Dekanat Ingelheim die Profilstelle Mission und Ökumene innehatte.

Etwa viermal im Jahr trifft sich die AG Ökumene, der zurzeit außer dem Leitungs-Duo fünf weitere Ehrenamtliche angehören. Ihr Ziel ist es, einerseits die Ökumene in den einzelnen Gemeinden zu stärken, andererseits auch dem Dekanat nach außen hin ein entsprechendes Profil zu verleihen.
Der Dialog zwischen den beiden großen christlichen Konfessionen ist und bleibt ein Schwerpunkt, betont Hans Bentz. So bietet die Fachstelle Ökumene seit Jahren Studienreisen an, 2017 auf den Spuren Zwinglis nach Zürich, 2018 voraussichtlich zu den Waldensern nach Rom. Und die jährlichen Theologischen Gespräche in der Weinstube eröffnen ebenfalls immer wieder den Dialog zwischen evangelischem und katholischem Denken.
Aber auch die anderen Religionen sollen in den Blick genommen werden, sind sich beide Leiter einig. Gerade jetzt, wo es um die Integration der Flüchtlinge geht, sei es wichtig, Hintergrundwissen zu vermitteln und Ängste auf beiden Seiten abzubauen.

Zu den beiden Fachstelleninhabern: Hans Bentz, katholischer Theologe und Religionslehrer a. D., studierte in Münster, Trier, Mainz und Rom und verfasste seine Diplomarbeit über den berühmten evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer. Er erinnert sich noch gut an seine Studienzeit, in der erstmals auch die Errungenschaften des Reformators Martin Luther aus katholischer Sicht positiv beleuchtet wurden. Das beeindruckte, und trotzdem „war und ist die katholische Kirche mein Zuhause“, betont er. Allerdings habe er auch in seiner Zeit als Religionslehrer „inhaltlich nie den Schwerpunkt auf die konfessionelle Trennung gelegt, sondern auf die gemeinsamen Stärken“. Ökumene hat er deshalb in allen seinen beruflichen Stationen schon immer gelebt und auch die evangelische Gemeinde vor Ort nach Kräften unterstützt. Eric Kalbhenn, evangelischer Pfarrer der Kirchengemeinden St. Johann-Wolfsheim und Zotzenheim-Welgesheim, ist im Münsterland zwischen Sonntagsgottesdienst und Kevelaer-Wallfahrten, zwischen Kolpingfamilie und Beichtstuhl katholisch aufgewachsen. Vielleicht war es vom letzteren etwas zu viel, jedenfalls konvertierte er als Erwachsener und merkte bald, dass er zwar den Protestantismus intellektuell erarbeiten, das Sinnliche des Katholizismus aber nicht abstreifen kann wie ein altes Kleid. Diese Einsicht versucht er seitdem für sein Verständnis von evangelisch-katholischer Ökumene fruchtbar zu machen. Sein Theologiestudium führte ihn nach Wuppertal und Heidelberg, im Rahmen seines Examens setzte er sich mit dem Verhältnis von evangelische Identität und dem römisch-katholischen Konzept von Weltkirche auseinander. Die ersten Jahre als Pfarrer verbrachte er auf der anderen Naheseite in der rheinischen Kirche, während seine Frau diesseits der Nahe als hessen-nassauische Pfarrerin ihren Dienst versah. Auch eine Art Ökumene…

Kontakt:

Hans Bentz / Eric Kalbhenn
Hauptstraße 22
55576 Badenheim
Telefon 06701-2851
E-Mail: ev.dekanat.woellstein@ekhn-net.de

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