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Advent ...

... ist die Jahreszeit, in der sich die Christen auf Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, vorbereiten.

Mit dem ersten Advent, dem viertletzten Sonntag vor Weihnachten, beginnt die Adventszeit, die 22-28 Tage dauert.

Der Advent in seiner heutigen Form mit vier Adventssonntagen geht auf Papst Gregor den Großen (*um 540-604 n.Chr.) zurück, der damit eine einheitliche Regelung für die römische Westkirche einführte.

Ursprünglich war die Adventszeit eine 40-tägige Fastenzeit. Die Alte Kirche feierte sie zwischen dem 11. November (Martinstag) und dem Epiphaniastag am 6. Januar, dem ursprünglichen Weihnachtstermin. Das waren also acht Wochen abzüglich der fastenfreien Sonn- und Feiertage und damit insgesamt 40 Tage. Denn auch Jesus fastete 40 Tage in der Wüste, und das Volk Israel war 40 Jahre in der Wüste unterwegs.

In der orthodoxen Kirche in Ländern wie Russland und Griechenland gibt es gar keinen Advent wie bei uns, sondern ebenfalls eine Fastenzeit, die am 15. November beginnt und am 24. Dezember endet. Weihnachten feiert man in Rußland allerdings auch erst am 6. Januar.

Die ersten Jahrhunderte nach Christus bis ins 6. Jahrhundert hinein gab es kein Weihnachtsfest wie bei uns heute und auch keine Adventszeit.

Unser Advent ist ziemlich jung. Viele unserer Adventsbräuche stammen gerade mal aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Der erste gedruckte Adventskalender erschien 1902. Um 1920 gab es die ersten Adventskalender mit Türchen zum Öffnen. Und erst seit 1958 ist manchmal Schokolade drin.

Den ersten Adventskranz hängte Pfarrer Johann Hinrich Wichern 1839 im „Rauhen Haus“ in Hamburg auf. Er war aus Holz und hatte 23 Kerzen - 19 kleine rote für die Werktage bis Weihnachten, vier dicke weiße für die Sonntage. (In den orthodoxen Kirchen haben die Adventskränze sechs Kerzen, denn die orthodoxen Christen bereiten sich sechs Wochen auf das Fest vor.)

Mehr: http://www.ekhn.de/glaube/kirchenjahr

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